Rosenkranzkönigin Wickendorf:Vom neuen Herrgottshaus zur lebendigen Kirche von heute

Mit einem festlichen Gottesdienst beging die Kuratie Wickendorf ihr Kirchweihfest. Pfarrer Pötzl erinnerte dabei daran, dass die Kirche vor 89 Jahren, am 13. Juni 1937, geweiht wurde. In seiner Predigt stellte er die Bedeutung der Kirche als geistliches Zuhause der Gläubigen heraus und zitierte die bekannte Liedzeile: „Die Kirche ist erbaut auf Jesus Christ allein.“
Pfarrer Pötzl dankte allen, die sich in der Kuratie engagieren und zum lebendigen Gemeindeleben beitragen – den Ministrantinnen und Ministranten, dem Mesner, den Organisten sowie den Mitgliedern von Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung. Ihr Einsatz sei ein wertvoller Dienst für die Gemeinschaft. Zugleich betonte er, dass alle Gläubigen als getaufte und gefirmte Christen berufen seien, am Reich Gottes mitzubauen. In Wickendorf gelinge dies in besonderer Weise, so der Pfarrer. Die Kirche nehme hier einen wichtigen Platz im Leben der Menschen ein und sei ein sichtbares Zeichen des Glaubens und der Gemeinschaft.
Am Ende des Gottesdienstes wurde ein Gedicht vorgetragen, das die Wickendorfer Lehrerin Anna Rüttinger anlässlich der Kirchenweihe am 13. Juni 1937 verfasst hatte. In eindrucksvollen Versen beschreibt sie die Schönheit des Dorfes, die Freude über das neu errichtete Gotteshaus und die Bedeutung der Kirchenglocke, die die Menschen durch alle Stationen ihres Lebens begleitet – von der Taufe über die Eheschließung bis hin zum letzten Abschied. Das Gedicht erinnert daran, dass von der Kirche „Kraft und Hilfe“ für die Menschen ausgehen und sie ein Ort des Glaubens, des Trostes und der Gemeinschaft ist.
Nach dem Vortrag des historischen Gedichts stimmte die Gottesdienstgemeinde als Zeichen des Dankes feierlich in das „Te Deum“ („Großer Gott, wir loben dich“) ein.