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Rosenkranzkönigin Wickendorf:Vierfacher Grund zur Freude in Wickendorf

Erntedank und Ministrantenaufnahme 2026
Datum:
Veröffentlicht: 4.10.26
Von:
Uwe Thoma

Am 3. Oktober gab es in der Kuratie Rosenkranzkönigin Wickendorf gleich mehrfach Anlass zum Feiern: Beim festlichen Gottesdienst wurden das Erntedankfest, der Nationalfeiertag, die Aufnahme einer neuen Ministrantin und das Patronatsfest der Rosenkranzkönigin miteinander verbunden. Zelebrant war Pfarrer Detlef Pötzl.

Zu Beginn des Gottesdienstes erklang das Lied zur Rosenkranzkönigin und verwies damit auf das Patronatsfest der Kirche. Zugleich lud der liebevoll gestaltete Erntedankaltar dazu ein, den Blick auf das zu richten, was uns geschenkt ist. Der Pfarrgemeinderat hatte den Altar gestaltet. Pfarrer Pötzl dankte den Mitgliedern des Pfarrgemeinderates herzlich für ihre Mühe und ihren Einsatz.

Dankbar sein – auch mitten in unsicheren Zeiten

Im Mittelpunkt der Predigt stand die Botschaft des Erntedankfestes: Dankbarkeit als Ausdruck des Vertrauens. Die Gaben vor dem Altar erzählen von Arbeit und Mühe, von Aussaat und Ernte, aber auch davon, dass der Mensch letztlich nicht alles selbst in der Hand hat. „Das Leben bleibt ein Geschenk“, lautete eine zentrale Aussage der Predigt. 

Dankbarkeit bedeutet dabei nicht, Sorgen oder Schwierigkeiten einfach auszublenden. Vielmehr geht es um das Vertrauen, dass Gott auch dann da ist, wenn nicht alles gut läuft. Gerade das Erntedankfest erinnert daran, das eigene Leben in Gottes Hand zu legen und nicht alles allein tragen zu müssen.

Ein weiterer Gedanke der Predigt galt der Heimat. Erntedank hat auch mit dem Ort zu tun, an dem Menschen verwurzelt sind – mit den Feldern und Wäldern, vertrauten Wegen und Begegnungen. Christliche Heimatverbundenheit bedeutet dabei nicht Abschottung, sondern eine Heimat, in der Menschen füreinander da sind, die Älteren nicht vergessen werden und auch Kinder und Fremde ihren Platz haben.

Aus dem Evangelium vom Weinberg leitete Pfarrer Pötzl schließlich die Einladung ab, das, was uns anvertraut ist, nicht nur für uns selbst zu behalten. Dankbarkeit führt zum Teilen. Der Glaube soll nicht allein in Worten sichtbar werden, sondern in einem Leben, an dem andere etwas von Gott erkennen können – in Vertrauen, Großzügigkeit, Hoffnung und gelebter Nächstenliebe.

Dankbar für den Frieden

Auch der Nationalfeiertag fand seinen Platz im Gottesdienst. Pfarrer Pötzl erinnerte daran, wie dankbar wir sein dürfen, in Frieden leben zu können. Gerade angesichts der vielen Konflikte und Unsicherheiten in der Welt sei dies keine Selbstverständlichkeit. Der Dank für die Ernte und der Dank für den Frieden verbanden sich so zu einer gemeinsamen Haltung der Dankbarkeit.

Herzlich willkommen, liebe Marie!

Eine besondere Freude war die Aufnahme von Marie See in die Ministrantengruppe. Pfarrer Pötzl dankte Marie für ihre Bereitschaft, künftig den Dienst am Altar zu übernehmen. Nach einem Gebet wünschte er ihr für ihren neuen Dienst alles Gute sowie Freude am Glauben und legte ihr das Ministrantenkreuz um.

Auch die bereits aktiven Ministranten hießen Marie herzlich willkommen und überreichten ihr eine Geschenkebox. Für ihre Vorbereitung und Begleitung sorgten Heidi See und Stefanie Heinlein, die Marie in den vergangenen Wochen in ihren neuen Dienst eingeführt und angelernt haben.

Damit wurde der festliche Gottesdienst zu einem besonderen Tag für die ganze Kuratie: Ein neuer Dienst beginnt, die Gemeinschaft wächst und zugleich durfte dankbar auf das geschaut werden, was uns geschenkt ist.

So klangen die vier Anlässe – Erntedank, Nationalfeiertag, Ministrantenaufnahme und Patronatsfest – in einem gemeinsamen Gottesdienst zusammen. Ein Festtag, der daran erinnerte, Danke zu sagen, zu vertrauen, zu teilen und offen zu bleiben für das, was wachsen darf.