Rosenkranzkönigin Wickendorf:Im Licht des Glaubens unterwegs

Unter dem Leitwort „Du bewegst die Welt!“ fand am Sonntag in Wickendorf die traditionelle Lichterprozession der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) statt.
Den Auftakt bildete ein Gottesdienst mit KAB-Präses Pfarrer Detlef Pötzl. In seiner Predigt ging er auf das Evangelium des 29. Sonntags im Jahreskreis ein. Mit den Worten Jesu „Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört“ wurde die Frage nach dem Platz Gottes im Leben der Menschen in den Mittelpunkt gerückt. Der Glaube zeigt sich nicht nur in Worten, sondern auch darin, wie Menschen miteinander umgehen und Verantwortung füreinander übernehmen.
Das Leitwort „Du bewegst die Welt!“ griff diesen Gedanken auf. Gott bewegt die Welt nicht durch große Macht oder laute Worte, sondern durch seine Liebe. Wo Menschen einander die Hand reichen, Streit in Versöhnung verwandeln, zuhören, trösten und Hoffnung schenken, wird diese Liebe sichtbar. Jeder Einzelne ist eingeladen, sich davon bewegen zu lassen und die Welt im eigenen Umfeld ein Stück menschlicher zu gestalten.
Im Anschluss machten sich die Gläubigen singend und betend mit ihren Lichtern auf den Weg zur Dorfkapelle. Das Licht wurde dabei zum Zeichen des Glaubens und der Hoffnung, dass Gott die Menschen auf ihren Wegen begleitet und ihnen auch in Zeiten der Sorge und Unsicherheit nahe ist.
An der Dorfkapelle wurde die Feier mit einer Andacht fortgesetzt, die von den Mitgliedern der KAB mitgestaltet wurde. Im Mittelpunkt stand Maria als Vorbild des Glaubens und des Vertrauens auf Gott. Grundlage der Betrachtung war unter anderem ihr Lobgesang aus dem Lukasevangelium: „Meine Seele preist die Größe des Herrn.“ Marias Lied erzählt von der Hoffnung auf eine Welt, in der die Niedrigen aufgerichtet werden, die Hungernden Hilfe erfahren und die Menschen füreinander einstehen.
Auch die Fürbitten griffen die Verantwortung für die Mitmenschen auf. Gebetet wurde für Menschen, die keine Stimme in der Gesellschaft haben, für Frieden mit den Mitmenschen und der Schöpfung sowie für ein menschliches Zusammenleben in den Orten, in denen wir leben und arbeiten.
Für die musikalische Gestaltung sorgten die Wickendorfer Musikanten, die der Prozession einen feierlichen Rahmen verliehen. Die Freiwillige Feuerwehr übernahm die Verkehrsregelung und trug damit wesentlich zum sicheren Ablauf der Veranstaltung bei.
Zum Abschluss bedankte sich der KAB-Vorsitzende Christof Krebs bei allen Beteiligten, insbesondere bei Pfarrer Detlef Pötzl, den Wickendorfer Musikanten und der Feuerwehr, für ihre Unterstützung und ihr Engagement.
Die Lichterprozession erinnerte daran, dass es nicht immer großer Taten bedarf, um etwas zu bewegen. Ein freundliches Wort, ein Lächeln, eine helfende Hand oder der Mut, Frieden zu stiften, können bereits einen Unterschied machen. So klang die Botschaft des Tages nach: Gott bewegt die Welt – und er möchte auch uns bewegen, damit durch uns ein Stück seiner Liebe in dieser Welt sichtbar wird.